Special: Internet of Things

Vernetzte Dinge

Das Internet der Dinge (Internet of Things / IoT) gilt als Synonym für die Verbindung der digitalen mit der physikalischen Welt über das Internet. Es nutzt zum Beispiel Sensoren an Maschinen, Geräten oder Produktionsanlagen, um Daten zu erfassen. Ebenso können am Körper tragbare kleine Geräte (Wearables) wie Datenbrillen oder Fitnessarmbänder mobile Anwendungen (Apps) mit Daten speisen. Dies bietet für Menschen im Alltag als auch für Unternehmen eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, die zum einen das Leben,  zum anderen aber auch die Arbeits- und Produktionskultur neu, effizienter und einfacher gestalten können. SAP entwickelt mit diesem Ziel, in Kooperation und auch eigenständig, Lösungen für das IoT. Für dieses Unterfangenen bietet SAP mit der HANA Plattform die aktuell leistungsfähigste Basis.

„Das IoT wird die wesentliche Grundlage für branchenspezifische Szenarien und Innovationen in der digitalen Wirtschaft sein“, erklärt Bernd Leukert, Vorstandsmitglied der SAP SE für den Bereich Produkte und Innovationen. „Es verbindet die digitale mit der physischen Welt und ermöglicht dadurch neuartige Produkte und Dienstleistungen und sogar neue Geschäftsmodelle. Das IoT hat das Potenzial, die Reaktionsfähigkeit von Unternehmen deutlich zu erhöhen, das Kundenerlebnis zu revolutionieren und neue Geschäftsfelder und -modelle zu erschließen. SAP-Kunden, die bereits Lösungen für das IoT implementiert haben, konnten die Auslastung ihrer Anlagen verbessern, die Effizienz der Geschäftsprozesse erhöhen und einen Beitrag zur Senkung der Betriebskosten leisten.“

Aktuelle Anwendungsbespiele für das IoT sind beispielsweise Kommunen wie Philadelphia, deren Müllabfuhr Tonnen mit Sensoren nutzt, die melden, wenn sie voll sind. Andere Städte setzten bei der Verbrechensbekämpfung auf vorausschauende Analysen, um vorauszusagen, wo Einsatzkräfte benötigt werden. Auch bei der Verkehrsüberwachung wird IoT-Technologie immer stärker eingesetzt. Als Beispiel für vorausschauende Bedarfsplanung, ist die Überwachung einer Flugzeugflotte in Echtzeit zu nennen. Damit würden beispielsweise Wartungsarbeiten optimal planbar und es könnten gleichzeitig die dafür nötigen Materialen bestellt werden.

Das Internet der Dinge im Alltag
Das frühe IoT ist mittlerweile im Alltag einer wachsenden Zahl von Menschen angekommen und wird zum Beispiel durch Blutdruck- oder Blutzuckersensoren, Fitnessarmbänder oder Pulsuhren mit automatischer Erfassung von Gesundheitsdaten wahrgenommen.

Auch moderne Fahrzeuge, Spielekonsolen, Stromzähler oder Sensoren in Gebäuden übermitteln immer häufiger Daten über ihre Umgebung an zentrale Rechenzentren. Benutzer erhalten dann z.B. auf ihrem Smartphone Informationen zur Straßenlage, ob ihr Fitnesslevel oder Blutzucker sich verbessert haben, der Stromverbrauch sinkt oder bei Abwesenheit die Rollläden an den Fenstern geschlossen sind. Neben diesen alltäglichen Anwendungen für Verbraucher und Kunden hat auch die Industrie den enormen Nutzen internetbasierter Erfassung und Steuerung von zum Beispiel Fertigungsabläufen und Wartungsprozessen erkannt. Die in Deutschland mit Unterstützung der Bundesregierung aufgelegte Initiative „Industrie 4.0“ soll die Nutzung des IoT in der heimischen Wirtschaft voranbringen und Unternehmen mit Möglichkeiten ausstatten, die kräftiges Wachstum versprechen.

Leistungsfähigkeit mit SAP HANA
Die riesigen Datenmengen aus dem IoT bedürfen jedoch einer Plattform für Verarbeitung und Aggregation. SAP stellt mit HANA die aktuell leistungsfähigste Lösung dafür bereit. Sie bietet die Möglichkeit, in Echtzeit Informationen aus Sensordaten zu gewinnen, unterstützt erweiterte Funktionen wie In-Memory Computing, die Auswertung von Geo- und Telematikdaten, vorausschauende Analysen sowie die Verarbeitung komplexer Ereignisse. Darüber hinaus bietet die SAP HANA Cloud Plattform offene Schnittstellen, die es Drittanbietern ermöglichen, eigene Anwendungen für das IoT zu entwickeln. Im November 2014 hat SAP drei neue Anwendungen für das IoT vorgestellt. Alle nutzen die SAP HANA Cloud Plattform. SAP will zudem schrittweise weitere 500 Softwareentwickler einsetzen, um Innovationen für das IoT konsequent voranzutreiben.

SAP arbeitet zusammen mit Partnern an vielen Einsatzszenarien im IoT, ob im Verbrauchersektor, in der Industrie oder im Handel. SAP HANA, Analytics, Mobile und Cloud bilden dafür die ideale Grundlage.

Neue Lösungen für das IoT von SAP

„SAP Predictive Maintenance and Service“ hat die Zielsetzung, Störungen frühzeitig zu prognostizieren und ihnen damit besser vorbeugen zu können. Dies geschieht durch die Integration betrieblicher Abläufe und Analysen auf einer einzigen Plattform. Aus betriebswirtschaftlichen und technischen Daten sowie Sensordaten und Daten aus unstrukturierten Dokumenten verschiedenen Ursprungs werden detaillierte und einheitliche Informationen über Produkte und Fertigungsabläufe bereitgestellt. Ausfälle und Produktionsstillstände werden dadurch reduziert und finanzielle Einbußen verhindert. Mit der nahtlos integrierten mobilen Anwendung

„SAP AR Service Technician“ können Techniker im Außendienst mit der Unterstützung einer intelligenten Datenbrille nun zusätzlich Arbeitsaufträge abwickeln, die über SAP Predictive Maintenance and Service automatisch generiert wurden. „SAP Connected Logistics“ soll es unter anderem Logistikunternehmen ermöglichen, den Verkehr innerhalb und in Richtung eines Logistikzentrums zu überwachen. Mit ihr wird die Kommunikation zwischen allen direkt und indirekt beteiligten Geschäftspartnern ermöglicht. Die Software ist dafür ausgelegt, weitere Transportmanagementsysteme zu integrieren, um beispielsweise weitere Logistikdienstleister mit zusätzlichen Versandfunktionen auszustatten. Kunden, die SAP Connected Logistics einsetzen, können auch die kürzlich angekündigte mobile Anwendung „AR Warehouse Picker“ nutzen. Diese nutzt am Körper tragbare Geräte wie beispielsweise intelligente Datenbrillen (Smart Glasses), um Hand-Scanner überflüssig zu machen, und den Nutzern freihändiges Arbeiten zu ermöglichen.

„SAP Manufacturing Execution Version 15.0“ soll das IoT in der Fertigungsindustrie Realität werden lassen. Die Anwendung integriert Produktionsdaten mit Echtzeit-Auswertungen auf der SAP HANA Plattform und lässt Fertigungsabläufe insgesamt transparenter werden. Unternehmen können damit standortübergreifend ihre globalen Fertigungsaktivitäten abstimmen und optimieren. Vorhersageanalysen bieten zudem die Möglichkeit, Einsparungspotenziale zu erkennen und eine höhere Anlagenauslastung zu erreichen. Mit „SAP Manufacturing Execution“ in Kombination mit SAP HANA können innovative Fertigungsbetriebe die Möglichkeiten von Industrie 4.0 schneller umsetzen.