Projekte und Lösungen

Pensionierungswelle simuliert

Jeder vierte Mitarbeiter geht bis 2020 in Rente: Analyse-Software unterstützt den Energieversorger im Talentmanagement, um die Lücken zu füllen.

Der Energieversorger Black Hills Corporation mit Sitz im US-Bundesstaat South Dakota ist erst kürzlich durch Akquisitionen gewachsen. Gleichzeitig rollen die Auswirkungen einer alternden Gesellschaft auf das Unternehmen zu und die Pensionierung langjähriger, erfahrener Mitarbeitersteht bevor. In dieser Situation entschied sich die Führung von Black Hills zum Kauf von Software des SAP-Unternehmens SuccessFactors. Ziel: Sicherzustellen, dass dem Unternehmen weiterhin eine bestens ausgebildete Belegschaft zur Verfügung steht.

„In den nächsten sieben Jahren gehen 24 Prozent unserer Mitarbeiter in Rente“, sagt Bob Myer, Senior Vice President und Chief Human Resources Officer. „Wir wollen darauf vorbereitet sein und in Sachen Mitarbeiterentwicklung und Nachfolgeplanung am Ball bleiben.“ Die Analysesoftware von SuccessFactors liefere die nötigen Informationen, um die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, damit die Entwicklungen in der Belegschaft sich nicht negativ aufs Geschäft auswirken.

Wandel der Personalabteilung steht bevor
Gemeinhin sagt man, dass die Mitarbeiter das wichtigste Kapital eines Unternehmens sind. Daraus folgt, dass vorrangige Aufgabe der Unternehmensleitung ist, hervorragende Mitarbeiter zu gewinnen und ans Unternehmen zu binden. Die Personalabteilung wird damit zum Erfolgsfaktor – das gilt unabhängig vom Geschäft des Unternehmens, seiner Größe, Branche oder dem Standort. Laut Paul Belliveau, Geschäftsführer von AVANCÉ – Human Capital Management, erwarten Unternehmen heute von ihrer Personalabteilung, dass sie sich deutlich mehr als bisher in die Unternehmensstrategie einbringt. „Die Personalabteilung muss die Dinge mehr aus Unternehmenssicht – und nicht nur aus der reinen HR-Perspektive betrachten“, sagt Belliveau. „Sie muss wesentlich strategischer denken.“ Wie jeder andere Bereich des Unternehmens braucht auch die Personalabteilung Klarheit darüber, dass sie mit ihrer Linie richtig liegt. Sie muss wissen, wo sie steht und wo sie hin möchte, und zu jeder Zeit in der Lage sein, ihre Fortschritte zu messen und den Kurs bei Bedarf einfach anzupassen. Software spielt dabei eine wichtige Rolle.

Black Hills hat sich für nahezu alle Module der SuccessFactors Business Execution Suite entschieden, darunter für Performance Management, Goal Management, Compensation Management, Recruiting Management und Career & Development Planning. Gleichzeitig führte Black Hills auch die SuccessFactors-Lösungen für Personalanalyse und -planung ein. Mit der Software konnte das Unternehmen verschiedene Szenarien durchspielen und die Auswirklungen der bevorstehenden Pensionierungswelle simulieren. Auf der Basis dieser Simulationen erstellte Black Hills Pläne, um das Problem proaktiv anzugehen. „Mit dem Analyse-Modul von SuccessFactors können wir unseren Bedarf an Talentmanagement-Maßnahmen quantifizieren und dokumentieren“, erklärt Myers.

Ebenso wichtig war es für Black Hills, mit der Leistungs-, Ziel- und Vergütungsmanagementsoftware von SuccessFactors ein nahtloses Performance Management aufzubauen. Manager können jetzt ihren Mitarbeitern zeitnahe Leistungsbeurteilungen anbieten, die sich an den Zielen und Kompetenzen für eine bestimmte Funktion orientieren. Darüber hinaus kann das Unternehmen nun ein besser strukturiertes, leistungsorientiertes Entlohnungssystem umsetzen.

Talentmanagement-Software anfangs ohne Return-on-Investment
Greta Roberts, CEO der Talent Analytics Corporation mit Sitz in Cambridge, Massachusetts, ist der Ansicht, dass die Optimierung der Mitarbeiterleistung in den letzten fünf Jahren zur vorrangigsten Aufgabe von Personalabteilungen avanciert ist. Aus diesem Grund spielt moderne Analysesoftware eine immer wichtigere Rolle. „Die Wirtschaft fordert von Unternehmen schlankeres Arbeiten. Viele haben deshalb Talentmanagement-Lösungen eingeführt, ohne einen Return-on-Investment. Jetzt verfügen die Unternehmen über die erforderliche Basis-Infrastruktur und wollen durch die Anschaffung von Analysesoftware in der Lage sein, Leistungsprognosen zu erstellen“, erklärt sie.Wie viele Unternehmenschefs ist auch Roberts der Ansicht, dass der Software eine bedeutende Rolle bei der Leistungsoptimierung zukommt. Als Beispiel hierfür führt sie SAP an. „Ohne Software kann man keine Daten zusammenstellen und auswerten. SAP-Lösungen sind in der Lage, Daten aus allen Bereichen des Unternehmens zu sammeln. Unternehmen können damit Zusammenhänge zwischen Informationen erkennen, beispielsweise zwischen Bestellungsfehlern, der Vertriebsleistung und den Bewertungen für den Kundenservice. Muster helfen ihnen herauszufinden, ob bestimmte Mitarbeitertypen am besten für bestimmte Aufgaben geeignet sind. Sie können die Mitarbeiter dann dort einsetzen, wo sie aller Voraussicht nach gute Leistung bringen.“

Auch Paul Belliveau von AVANCÉ ist der Meinung, dass man nur mit einer nahtlosen Integration große Datenmengen sinnvoll nutzen kann. „Talentmanagement kann man als Gesamtsystem sehen, das aus Leistungsmanagement, Mitarbeiterentwicklung, Schulung, Karriere- und Nachfolgeplanung besteht. Alle Elemente müssen miteinander verbunden sein. SuccessFactors hat das derzeit kompletteste Angebot an miteinander verzahnten Elementen, das ich als Komplettprogramm für Personal- und Talentmanagement kenne“, sagt er.

Personalabteilung soll IT-Know-how aufbauen
Eine der größten Herausforderungen für Personalabteilungen, bei denen sich per Definition alles um die Mitarbeiter dreht, besteht darin, den Sprung in die digitale Welt zu bewerkstelligen. Roberts empfiehlt Unternehmen dringend, das nötige IT-Know-how aufzubauen. „Schaffen Sie Stellen für Datenexperten, die sich auch in das Personalwesen einarbeiten können.“ Ob beim Erschließen neuer Märkte, der Produktentwicklung oder der Verbesserung von Dienstleistungen: Bei all diesen Aufgaben spielt die Personalabteilung eine immer wichtigere Rolle in der Personalplanung und imTalentmanagement. Software ist ein Element, das den Wandel in Personalabteilungen prägt. Aber: Auch die Menschen und ihre Einstellung müssen sich ändern.