Projekte und Lösungen

Cloud bei Siemens

Vor drei Jahren hat Siemens mit der Installation einer Cloud-Human-Capital-Management-Lösung (HCM-Lösung) von SuccessFactors begonnen. Heute deckt das System alle Aufgaben des weltweiten Personalmanagements des Unternehmens ab.

Mehr als 50 Systeme verschiedener Anbieter hat Siemens seinerzeit evaluiert, bis schließlich die Auswahl auf die HCM-Lösung von SuccessFactors fiel. „Wir haben uns für SuccessFactors entschieden, weil es eine bewährte und global einsetzbare Lösung ist, die alle unsere Personalprozesse abdeckt“, sagt Norbert Kleinjohann, Chief Information Officer (CIO) bei Siemens. Herausgekommen ist die globale Plattform 4Success, in der alle Tools und Personalprozesse auf die Anforderungen des globalen Unternehmens zugeschnitten sind. Im ersten Schritt wurde das maßgeschneiderte Performance-Management-Modul (PMP) für 44.000 Mitarbeiter eingeführt. Dabei handelt es sich um einen Prozess für Feedback, Zielsetzungen und Leistungsbewertung. An den Abstimmungsrunden – bei Siemens „Round Table“ genannt – nehmen Manager der Geschäftsbereiche und Personalmanager teil. Schon Anfang 2011 nutzten mehr als 120.000 Mitarbeiter das Tool.

HCM-Software in 90 Ländern im Einsatz
Seither wurden auch die übrigen Module der HCM-Software von SuccessFactors installiert. Sie unterstützen alle Personalkernprozesse in den Bereichen Rekrutierung, Leistungsbewertung und Zielvereinbarung, Kalibrierung, Mitarbeiterentwicklung, Vergütungsplanung und Weiterbildung. Siemens nutzt das System in neun Sprachen (für Rekrutierung in 21 Sprachen) in mehr als 90 Ländern. Mit rund 20.000 Log-Ins täglich, greifen insgesamt knapp 400.000 Nutzer darauf zu. „SuccessFactors ist zu unserem globalen IT-Standard für alle Prozesse im Bereich Rekrutierung und Personalentwicklung geworden“, sagt CIO Kleinjohann.

Die Lösung von SuccessFactors schafft bei Siemens erstmals einen weltweiten Standard für das gesamte Personalmanagement. „Manager von länderübergreifenden Teams mussten auf Informationen in mehreren Systemen zugreifen. Es fehlte die Standardisierung von Prozessen und die Übersicht über die weltweite Mitarbeiterentwicklung und Personalplanung“, blickt Jürgen Siebel, Head of Employee Development, zurück. Es ging deshalb vor allem darum, die Vereinheitlichung des unternehmensweiten Personalmanagements voranzutreiben und eine weltweite Masterdatenbank zu schaffen, auf die alle Personalverantwortlichen zugreifen können. Die Implementierung des neuen Systems verbessert die Personalbeschaffung und -entwicklung sowie die Vergütung und Bindung des Talentpools. Zudem schafft die Plattform mit einer weltweit einheitlichen Terminologie die Basis für die Abstimmung von Kompetenzen und Leistungsbewertungen und erhöht damit unternehmensweit die Transparenz der Personalprozesse.

Personalwesen in der Cloud
Seit Juni 2012 läuft 4Success bei Siemens im Regelbetrieb. Das System war dank der Konzeption der SuccessFactors-Software als Cloud-Applikation trotz Anpassungen weltweit schnell einsatzbereit. Dabei hat Siemens umfangreiche Maßnahmen getroffen, um alle Datenschutzanforderungen zu erfüllen, die sich aus einer Cloud-Lösung ergeben. Inzwischen haben alle 370.000 Mitarbeiter Zugriff auf das System. In den knapp zwei Jahren seit der Inbetriebnahme wurden fast 40.000 Stellenanforderungen und eine Million Stellenbewerbungen in 4Success bearbeitet. Dabei erlaubt das Rekrutierungs-Modul jetzt auch Bewerbungen von sowohl internen als auch externen Kandidaten schnell und effizient zu bearbeiten. Mit dem integrierten System und der zentralen Datenbank sind Leistungsmanagement und Zulagenplanung länderübergreifend möglich. Mit dem PMP-Tool wurden bislang etwa 1,8 Millionen individuelle Ziele vereinbart. Durch die hohe Integration und Konformität der Prozesse im Personalwesen, können die Mitarbeiter stärker beteiligt werden, die leitenden Personalverantwortlichen erhalten einen globalen Überblick und können die Mitarbeiterentwicklung und Nachfolgeregelungen besser planen.

Plattform für weltweite Personal­entwicklung
Mit dem Instrument der Round Tables – 14.000 werden jährlich abgehalten – hat Siemens die Grundlage für unternehmensweit einheitliche Reports, Zielvereinbarungen und Leistungsbewertungen geschaffen. Der Personalführung stehen damit schneller umfassende Informationen zur Verfügung, sodass wichtige Entscheidungen auf fundierter Basis getroffen werden können. Das Ergebnis: eine schnellere, zielgerichtete Weiterentwicklung von Talenten auf globaler Ebene. Die Transformation der Personalprozesse auf eine einheitliche Plattform bei Siemens belegt, welche Bedeutung qualifizierte Mitarbeiter heute für ein international agierendes Unternehmen hat. Gerade für ein Technologie-Unternehmen mit unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern fällt der Gewinnung, Weiterentwicklung und Bindung von Mitarbeitern eine herausragende Rolle zu. Schließlich müssen Kenntnisse und Fähigkeiten des Personals genauso breit gefächert sein wie das Unternehmen. In einem äußerst wettbewerbsgeprägten globalen Markt sucht nicht nur Siemens nach geeigneten Mitarbeitern: Die „richtigen“ Talente mit den gewünschten Qualitäten sind überall hoch begehrt und umkämpft.