Das Quartal

Stimmen zum Quartal

„Starkes zweites Quartal ging nicht zu Lasten der Pipeline“ Morgan Stanley*
Die Analysten von Morgan Stanley stufen die Aktie von SAP unverändert mit „overweight“ ein und bestätigen das Kursziel von 60,00 €. Das Wachstum der neuen Produkte (HANA, Mobile und Cloud) sei der Haupttreiber für die Aktie. Das schwache erste Quartal habe Fragen aufgeworfen, jedoch habe das exzellente zweite Quartal gezeigt, dass die Wachstumsstory intakt sei. Der Markt für die neuen Produkte sei beträchtlich, insbesondere für HANA. Die Bewertungsmultiples der Aktie könnten steigen. Die über den Konsensprognosen liegenden Gewinnerwartungen seien nur minimal angepasst worden. Der Sorge des Marktes, dass SAP das starke zweite Quartal zulasten des dritten Quartals erreicht habe, sei Co-CEO McDermott entschieden entgegengetreten. McDermott habe von der stärksten Pipeline seit Langem gesprochen. Die Äußerungen sollten bei den Investoren für Beruhigung sorgen, dass die Pipeline für ein starkes zweites Halbjahr reiche.

„Deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserung in Q2“ National-Bank AG*
Nachdem der Softwarekonzern bereits vor eineinhalb Wochen wesentliche Rahmendaten zur jüngsten Geschäftsentwicklung publiziert hätte, habe es heute keine wesentlichen Zusatzinformationen gegeben. Insgesamt habe SAP nach schwachem Jahresstart im zweiten Quartal deutliche Umsatz- und Ergebnisverbesserungen im Rahmen der eigenen Ziele ausweisen können. So seien die währungsbereinigten Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse um 15 % gestiegen. Die reinen Softwareerlöse hätten währungsadjustiert mit einem Plus von 19 % sogar das obere Ende der eigenen Prognose von 15 bis 2 0 % erreicht. Positiv beurteile man, dass alle Regionen mit prozentual zweistelligem Wachstum zu der Entwicklung beigetragen hätten. Auf der operativen Ergebnisebene habe SAP mit einem währungsbereinigten Zuwachs von 8 % ebenfalls Verbesserungen erzielt, die jedoch noch unter der Umsatzentwicklung lägen. Insgesamt sei SAP nach einem schwächeren Erstquartal wieder auf seinen Erfolgskurs zurückgekehrt. Entsprechend stelle die Bestätigung der Jahresprognose keine Überraschung dar. So solle u. a. der währungsbereinigte Betriebsgewinn auf 5,05 Mrd. € bis 5,25 Mrd. € (+7,2 % bis +11,5 %) ansteigen. Nach dem ersten Halbjahr erachte man eher den unteren Bereich der Spanne als erreichbar. Das Kursziel von 50,00 € und das „halten“-Votum bleiben für die Aktie von SAP unverändert, so die Analysten der National-Bank AG.

„Konzern von weltweit abflauender Konjunktur unbeeindruckt“ EURO am Sonntag*
Die weltweit abflauende Konjunktur könne SAP bisher nichts anhaben. Im zweiten Quartal habe der Konzern den Softwareabsatz um 19 % auf 1,06 Mrd. € und die um Sondereffekte und Akquisitionskosten bereinigte Software- und Wartungserlöse um 15 % auf 3,14 Mrd. € gesteigert. Damit habe man die Prognosen der Analysten übertroffen. Lediglich beim operativen Ergebnis habe man mit einem Plus von 7 % auf 0,92 Mio. € die Erwartungen leicht verfehlt. Dies sei auf den anhaltenden Personalaufbau zurückzuführen, welcher die Marge verringere. Vor diesem Hintergrund wolle das Unternehmen die Kosten für Reisen oder Kundenveranstaltungen weiter reduzieren. Aus charttechnischer Sicht sehe es gut für den Titel aus. Bei 45,00 € sei eine starke Unterstützung ausgebildet worden. Nach Meinung der Experten der „EURO am Sonntag“ sollten Anleger die Aktie von SAP kaufen. Das Kursziel sehe man bei 58,00 € und ein Stopp sollte bei 39,00 € platziert werden.

„Auf dem aktuellen Niveau unterbewertet“ Deutsche Bank*
SAP habe positive vorläufige Zahlen für das zweite Quartal vorgelegt. Der Lizenzumsatz sei währungsbereinigt um 19 % auf 1,059 Mrd. € angewachsen, womit die Prognose der Deutschen Bank um 4 % und die Konsensschätzung um rund 8 % übertroffen worden sei. Allerdings seien die Margen hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Die Nachfrage im Cloud-Geschäft sei offenbar stark gewesen. Zudem sei angedeutet worden, dass das HANA-Geschäft herausragend verlaufen sei. Insgesamt betrachtet habe SAP in einem unsicheren Umfeld eine solide Ausführung unter Beweis stellen können. Nach Berechnung der Deutschen Bank werde SAP in den Geschäftsjahren 2012 und 2013 ein EPS von 3,25 € bzw. 3,93 € erzielen. Gemessen am KGV von 11,8 für das Jahr 2013 seien bereits viele Risiken im Aktienkurs eingepreist. Man sei weiterhin der Auffassung, dass der Anteilschein unterbewertet sei. Das Kursziel sehe man bei 65,00 €. Die Analysten der Deutschen Bank vergeben für die Aktie von SAP das Rating „buy“.

* Quelle: aktiencheck.de