SPECIAL Nachhaltigkeit

Von der Zukunft nicht nur träumen

Vielen Mädchen, die von Armut betroff en sind, bleibt der Zugang zu Bildung verwehrt – obwohl sie über herausragendes Talent und enormes unternehmerisches Potenzial verfügen. SAP hat zusammen mit der globalen Nichtregierungsorganisation Foundation for Social Change (FSC) ein Programm ins Leben gerufen, das ihnen hilft, sich praktische Fähigkeiten anzueignen, und ihnen das Vertrauen gibt, sich weiterzuentwickeln und damit auch den Wandel in ihrem Umfeld voranzutreiben.

Nach 40 Jahren gewalttätiger Auseinandersetzungen ist Kolumbien ein tief gespaltenes Land. Auf der einen Seite steht eine große Zahl von Binnenflüchtlingen, darunter eine Million Kinder. Auf der anderen Seite steht eine schnell wachsende Wirtschaft, die nach Möglichkeiten suchen muss, die Bevölkerung an diesem Wachstum teilhaben zu lassen. Dabei hat sich gezeigt, dass durch bessere Bildungsmöglichkeiten für Mädchen und Frauen die Produktivität, Effizienz und das Wirtschaftswachstum des Landes gesteigert werden können. Auch die SAP möchte ihren Teil zur Förderung talentierter Fachkräfte in Kolumbien beitragen und junge Unternehmen unterstützen, die zu den Technologiekunden der Zukunft heranwachsen.

Die bisherigen Ergebnisse:
2011 hat SAP das Startkapital für ein Programm zur Schul- und Berufsbildung von jungen Frauen in Barranquilla bereitgestellt, eine Stadt, in der die Armut und die Probleme der Vertriebenen besonders gravierend sind. Das zehn Wochen dauernde Programm wurde an einer Schule der von der Sängerin Shakira gegründeten Organisation Fundación Pies Descalzos eingeführt und wird von FSC koordiniert. Ziel ist es, Mädchen neben ihrer schulischen Ausbildung Zukunftsperspektiven aufzuzeigen. Durch die Vermittlung von finanziellem Know-how, Kommunikationskenntnissen und unternehmerischen Fähigkeiten werden sie fit für das Berufsleben oder auch für die Gründung eigener Unternehmen gemacht. Zugleich werden sie motiviert und in ihrem Selbstvertrauen gestärkt. Das Programm ist stark praxisbezogen und hat direkten Bezug zu ihrer Alltagsrealität.

Auswirkungen:
Das Pilotprojekt machte deutlich, dass das Vermitteln von Lebenskompetenz wie Entscheidungsfindung und Stressbewältigung in Verbindung mit unternehmerischer Kompetenz durchschlagende Erfolge bringt. Die überwältigende Mehrheit der Teilnehmerinnen hielt es für wichtig, gute Entscheidungen treffen und Probleme lösen zu können. 87 % gaben an, eine Geschäftsidee zu haben und sich zuzutrauen, diese Idee nach Abschluss umzusetzen. Das Programm motiviere sie außerdem regelmäßiger am normalen Schulunterricht teilzunehmen und ihre schulische Leistung zu verbessern. Die Unterstützung von eLife hilft der SAP, ihre eigenen Ziele im Hinblick auf Bildung und Unternehmertum zu verwirklichen und zugleich eine nachhaltige Zukunft für das Unternehmen zu schaff en. Durch das Programm wird eine neue Generation talentierter junger Frauen gefördert, die aktiv am Wirtschaftsleben Kolumbiens teilhaben werden. Sie sind sogar in der Lage, eigene Unternehmen zu gründen. Dadurch schaffen sie die Grundlagen für neue Märkte und für eine Nachfrage nach technologischen Dienstleistungen.

Das SAP-Ziel:
Das eLife-Programm soll nach einem Pilotprojekt für 187 Mädchen in den kommenden Jahren auf ganz Lateinamerika ausgeweitet werden. Die Organisation von Shakira wünscht sich, dass das Programm an allen von ihr unterstützten Schulen Kolumbiens durchgeführt wird und damit bis zu 5.000 jungen Frauen besseren Zugang zu Bildung bietet. Einige Schülerinnen erhalten die Möglichkeit, in den Niederlassungen von SAP an Softwareschulungen teilzunehmen. Jedes Jahr sollen außerdem Stipendien für ein technisches Studium vergeben werden. Die eLife-Absolventinnen sollen selbst andere Mädchen im Rahmen des Programms unterrichten und Mitarbeiter von SAP die Teilnehmerinnen ehrenamtlich betreuen. Damit soll die Nachhaltigkeit des Programms sichergestellt werden. Damit das Programm seine Wirkungskraft möglichst optimal entfalten kann, können Lehrer das Unterrichtsmaterial aus dem Internet abrufen.

Das Fazit einer Beteiligten:
Die 14-jährige Angelica Wong kommt aus einer schwierigen Familie und wurde nach dem Tod ihrer Eltern von der älteren Schwester aufgezogen. Sie wurde als eine der beiden besten Schülerinnen an ihrer Schule für ein Stipendium von eLife ausgewählt. Durch das Programm hat sie deutlich an Selbstvertrauen gewonnen und gelernt, mit schwierigen Situationen umzugehen. Sie ist somit ein gutes Beispiel dafür, dass durch ein gestärktes Selbstvertrauen und die Vermittlung von praktischen Fähigkeiten der Unternehmergeist geweckt werden kann und ihre Möglichkeiten am Arbeitsleben teilzuhaben verbessert werden. Nach ihrer Ausbildung möchte sie ein eigenes Unternehmen gründen und damit eine bessere Welt für ihre Familie, Gemeinde und die eigene Zukunft schaffen.