SPECIAL Nachhaltigkeit

Danone: Die Energiebilanz im Blick

Im Jahr 2008 hat sich Danone das Ziel gesetzt, seine weltweite CO2-Bilanz bis 2012 entlang der gesamten Lieferkette um 30 % zu reduzieren. Gemeinsam mit SAP hat der multinationale Getränke- und Lebensmittelkonzern mit Hauptsitz in Paris eine Lösung zur Messung der Umweltbilanz entwickelt und besitzt nun ein einzigartiges Konzept zur Messung der CO2-Emissionen.

Danone ist einer der am schnellsten wachsenden Lebensmittelhersteller der Welt. Mit rund 100.000 Mitarbeiter in über 180 Werken erwirtschaftet das Unternehmen einen Umsatz von 19 Mrd. €. Ein erklärtes Ziel des Unternehmens ist es, möglichst vielen Menschen durch seine Produkte eine gesunde Ernährung zu ermöglichen. Hierfür vertreibt der Konzern seine Produkte auf fünf Kontinenten. Danone nimmt im Bereich der gesunden Nahrungsmittel in vier Geschäftsbereichen (Milchfrischeprodukte, Babynahrung, Wasser und medizinische Nahrung) Spitzenplätze ein und ist in den führenden Indizes für soziale Verantwortung gelistet. Diese Verantwortung projiziert Danone auch auf seine Nachhaltigkeitsziele und holt sich hierfür Unterstützung bei SAP.

SAP stärkt Nachhaltigkeit
„Mit unseren aktuellen Lösungen haben wir keine Möglichkeit, die Messung unseres Kohlendioxidausstoßes, die wir für jedes Produkt ausführen, mit unseren IT-Systemen zu verbinden“, so Jean-Marc Lagoutte, CIO, IT Systems, Danone. „Danone hat nun ein einzigartiges Konzept zur Messung seiner CO2-Emissionen etabliert und arbeitet weltweit mit einer zentralen SAP-Plattform. Da sich die SAP für Nachhaltigkeit besonders stark macht, hat sie den Grundstein für Innovation in diesem Bereich gelegt; deshalb war die Zusammenarbeit ein logischer Schritt.“ Die gemeinsam von Danone und SAP entwickelte Lösung ist nun vollständig in die Systeminfrastruktur des Lebensmittelriesen integriert. 80 % der im Produktlebenszyklus gesammelten Daten werden automatisch erfasst. Ziel ist es, der Betriebsleitung aussagekräftige Daten an die Hand zu geben, mit denen sie langfristig planen und mehr für umweltverträgliche Nachhaltigkeit tun kann – ganz gleich, ob es um Produktentwicklung, Rohstoffauswahl, Beschaffung, Transport oder um Investitionen geht. Die erfassten Daten können geprüft und vollständig zurückverfolgt werden. Sie werden monatlich aktualisiert und liefern einen Überblick in Echtzeit. „Mit dieser Lösung wird die Energiebilanz zum Thema eines jeden Mitarbeiters. Durch die Analyse des gesamten Produktlebenszyklus arbeiten nun alle auf ein gemeinsames Ziel hin: die Senkung unseres Kohlendioxidausstoßes“, erläutert Myriam Cohen-Welgry, VP, Danone Nature. „Da die Analyse jetzt in unsere IT-Infrastruktur eingebettet ist, arbeiten wir mit einer besseren Entscheidungsgrundlage. Darüber hinaus stärkt sie insgesamt den Wandel im Unternehmen. Erst kürzlich konnten wir die Emissionssenkungsziele in das System integrieren, mit dem die Bonuszahlungen für die Geschäftsleitung kalkuliert werden.“

SAP hilft Abläufe zu verbessern
Die neue SAP-Lösung wurde zunächst in Spanien bei zwei Unternehmen des Danone-Konzerns pilotiert, danach in zwei weiteren Molkereien in Belgien und dem Tochterunternehmen Stonyfield Farm, der größte US-Produzent von Biojoghurt. Bis Ende des Jahres wird die neue Lösung in 40 Geschäftseinheiten von Danone eingesetzt. Dies entspricht 70 Prozent des Umsatzes und 35.000 Produkten von Danone. Das Unternehmen plant die weltweite Einführung der Lösung, um seine vier Geschäftsbereiche komplett abzudecken: Milchfrischeprodukte, Wasser, Babynahrung und medizinische Nahrung. „Die Zusammenarbeit mit Danone ist ein guter Beweis dafür, wie SAP auf der ganzen Welt dabei hilft, die Abläufe in der Weltwirtschaft zu verbessern – sowohl aus ökologischer als auch aus finanzieller Perspektive“, so Peter Graf, Chief Sustainability Officer, SAP. „Wir sind stolz auf unsere Kooperation mit Danone. Denn genau wie wir legt dieses Unternehmen einen großen Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit.“ Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sollen dabei nicht nur dem Kunden Danone zugutekommen, sondern werden auch in eine neue SAP-Lösung fließen. So wollen beide Unternehmen auch anderen dabei helfen, neben ihrer ökologischen und finanziellen Bilanz auch den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit zu optimieren.