Das Quartal

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„Operative Entwicklung bleibt intakt“ Landesbank Berlin*
Die Analysten der Landesbank Berlin stufen die Aktie von SAP von „halten“ auf „kaufen“ hoch. Trotz der positiven operativen Entwicklung habe die Aktie von SAP zuletzt etwas unter dem unsicheren Marktumfeld gelitten. Der Blick auf die vorgelegten Zahlen verdeutliche aber, dass die operative Entwicklung bei SAP intakt sei. Die Prognosen für das Geschäftsjahr 2012 würden das erwartet positive Momentum zeigen. Nach Einschätzung der Analysten dürfte dieser Trend im Fall einer moderaten konjunkturellen Entwicklung anhalten. Die Analysten hätten ihre Schätzungen für das Geschäftsjahr 2013 erhöht. Im Hinblick auf die zuletzt starke operative Entwicklung bei SAP und die Guidance bis zum Jahr 2015 (Umsatz 20 Mrd. €, Non-IFRS Marge von 35 %) dürften die positiven Trends weiter anhalten. Im Hinblick auf die langfristig positiven Aussichten heben die Analysten der Landesbank Berlin ihre Empfehlung für die SAP-Aktie von „halten“ auf „kaufen“. Das Kursziel würden sie nun bei 55,00 € sehen.

„Q1-Bericht bleibt hinter den Erwartungen zurück“ Cheuvreux*
Der komplette Bericht zum ersten Quartal entspreche den vorläufigen Kennziffern. Die Lizenzen seien so schwach wie erwartet gewesen. Der Gewinn je Aktie habe mit 0,49 € die Prognose von 0,50 € leicht verfehlt wie auch die Konsensschätzung von 0,52 €. Unter dem Strich könne davon gesprochen werden, dass der Q1-Bericht auf allen Ebenen etwas schwächer ausgefallen sei als angenommen. SAP rechne damit, das relativ schwache erste Quartal im zweiten Quartal ausgleichen zu können. Die Guidance für das Gesamtjahr sei bekräftigt worden. Eine Anpassung der Schätzungen werde höchstwahrscheinlich nur marginal ausfallen. SAP sei ein sehr solides Unternehmen. Die Verbreiterung des Produktangebots gehe zwar in die richtige Richtung, werde aber wohl nicht ausreichen, um ein dauerhaft zweistelliges organisches Umsatzwachstum zu erzielen. Höhere Bewertungsmultiples der SAP-Aktie seien kaum zu rechtfertigen. Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten von Cheuvreux die Aktie von SAP weiterhin mit dem Votum „underperform“.

„SAP sieht sich im Aufwind“ Financial Times Deutschland
Europas größter Softwareanbieter SAP hat im ersten Quartal Umsatz und Betriebsgewinn gesteigert und die Jahresprognose bestätigt. „Die Wachstumsdynamik der SAP setzte sich 2012 mit Rekordzahlen im ersten Quartal in der Region Asien-Pazifik-Japan sowie einem zweistelligen Wachstum in zahlreichen Märkten wie Lateinamerika und Deutschland fort“, teilte der Konzern am Freitag mit. Rückgänge verzeichnete SAP dagegen in den USA. Im weltgrößten Softwaremarkt schrumpfte der Umsatz geringfügig. Die Schwierigkeiten im Vertrieb seien aber gelöst worden, hieß es seitens der Walldorfer. Vor wenigen Tagen wechselte SAP den USA-Chef aus. In dem Markt liefert sich der Konzern einen harten Wettbewerb mit dem US-Datenbankanbieter Oracle, der in den vergangenen Jahren immer stärker in das Geschäft mit Unternehmenssoftware vordrang. Im ersten Quartal erhöhte sich der Umsatz um zehn Prozent auf 3,36 Mrd. €. Das Betriebsergebnis stieg um sieben Prozent auf 834 Mio. €. Die operative Marge sank um 0,8 Prozentpunkte auf 24,8 %. Im laufenden Jahr soll das bereinigte Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung von Wechselkursänderungen auf 5,05 bis 5,25 Mrd. € steigen. Der Vorstand hatte zudem angekündigt, dass wegen der Integration des übernommenen US-Unternehmens SuccessFactors die Rendite dieses Jahr nicht so stark steigen wird. Das Management erwartet ein Plus von voraussichtlich 0,1 Prozentpunkten nach einem Anstieg von 1,1 Prozentpunkten im Vorjahr auf 33 %. Die Aktie stieg am Mittag um 2,6 % auf 52 €, nachdem sie vor Bekanntgabe der Quartalszahlen gut zwei Prozent im Minus gelegen hatte. „Die Aussagen zum zweiten Quartal lesen sich wohl sehr stark“, sagte ein Händler. „Letzten Endes prognostizieren sie, dass sie das, was sie im ersten Quartal nicht geschafft haben, im zweiten wieder rausholen werden“, kommentierte ein Analyst die SAP-Aussagen.

* Quelle: aktiencheck.de