Hauptversammlung 2012

Geschäftsjahr 2011

Die SAP hat im Geschäftsjahr 2011 das beste Ergebnis in ihrer 40-jährigen Unternehmensgeschichte erzielt und ist acht Quartale in Folge zweistellig gewachsen. Wegen der guten Geschäftsentwicklung plant das Unternehmen eine Dividendenerhöhung sowie eine Sonderdividende.

Mit den besten Ergebnissen in ihrer vierzigjährigen Unternehmensgeschichte beendete die SAP das Jahr 2011 und übertraf damit deutlich die eigenen Umsatz- und Gewinnprognosen sowie die Erwartungen der Finanzanalysten. Trotz unsicherer Rahmenbedingungen konnte die SAP in allen Regionen deutliche Wachstumsraten im zweistelligen Prozentbereich verzeichnen. Maßgeblich wurde diese positive Entwicklung durch die kontinuierlich starken Softwareerlöse beeinflusst, die im Geschäftsjahr 2011 um 22 % auf 3,97 Mrd. € (GJ 2010: 3,27 Mrd. €) zunahmen. Auch die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse (SSRS-Erlöse), in denen die Softwareerlöse enthalten sind, setzten ihren Aufwärtstrend mit einem Zuwachs von 15 % auf 11,35 Mrd. € (GJ 2010: 9,87 Mrd. €) weiter fort. Damit verzeichneten die Software- und softwarebezogenen Serviceerlöse seit nunmehr acht aufeinanderfolgenden Quartalen zweistellige Zuwachsraten. Der Gesamtumsatz verbesserte sich ebenfalls gegenüber der Vorjahresperiode und erreichte 14,26 Mrd. € (GJ 2010: 12,54 Mrd. €). Das entspricht einem Anstieg von 14 %. Die operative Marge betrug im Geschäftsjahr 33,0 % (GJ 2010: 32,0 %) (alle Angaben Non-IFRS). Der operative Cashflow stieg im Geschäftsjahr 2011 um 29 % auf ein Rekordniveau von 3,78 Mrd. € (2010: 2,92 Mrd. €), ebenso wie der Free Cashflow, der um 29 % auf 3,33 Mrd. € (2010: 2,59 Mrd. €) stieg und damit 23 % vom Umsatz (2010: 21 %) erreichte. Innerhalb eines Jahres hat SAP die Nettoliquidität von minus 850 Mio. € auf plus 1,64 Mrd. € gesteigert, trotz gleichzeitig höherer Investitionen in Innovationen. Mit einem Ergebnis von 3,44 Mrd. € wurde im Geschäftsjahr 2011 der höchste Gewinn nach Steuern seit der Gründung der SAP verbucht.

Dividende von 1,10 € je Aktie
Im Zusammenhang mit dem besten Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte schlagen der Vorstand und der Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2011 um 83 % von 0,60 € auf 1,10 € je Aktie zu erhöhen. Dies beinhaltet eine Sonderdividende in Höhe von 0,35 € je Aktie, die anlässlich des 40-jährigen Firmenjubiläums ausgeschüttet werden soll. Vorbehaltlich der Zustimmung des Aufsichtsrats und der Aktionäre im Rahmen der Hauptversammlung beträgt damit die Gesamtausschüttung an die Aktionäre etwa 1,3 Mrd. € (2010: 713 Mio. €). Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 38 % (2010: 39 %).

Aktienkurs verbessert sich um 7,2 %
Mit einem soliden Zuwachs von 7,2 % stieg der SAP-Aktienkurs auf Jahressicht von 38,10 € auf 40,85 €, während die Vergleichsindizes DAX 30 und EURO STOXX 50 im selben Zeitraum um 14,7% beziehungsweise 17 % nachgaben. Die SAP-Aktie konnte sich in verschiedenen Index-Ranglisten deutlich verbessern. Im EURO STOXX sprang sie von Rang 16 auf 10 und im STOXX 50, der die 50 größten europäischen Unternehmen umfasst, von Rang 34 auf Rang 26. Damit zählt die SAP zu den nach Streubesitz wichtigsten europäischen Konzernen.

Jahresausblick 2012
Der Erfolg der SAP im zurückliegenden Geschäftsjahr bestätigt, dass die Strategie des Wachstums durch Innovation aufgeht. Mit bahnbrechenden Innovationen wie der In-Memory-Technologie mit SAP HANA wird SAP die Zukunft der IT-Industrie weiter prägen. Die SAP-HANA-Plattform bildet die Basis für Produktinnovationen in allen fünf Marktkategorien Anwendungen, Analytik, mobile Lösungen, Cloud-Lösungen sowie Datenbanken und Technologie. Datenbank-Abfragen laufen mit SAP HANA bis zu 10.000-mal schneller als bisher. Kunden können so riesige Datenmengen in Echtzeit abfragen. Mit SAP HANA werden wir den Markt grundlegend verändern und unser gesamtes Produktportfolio erneuern. Diese Technologie ist die Zukunft der SAP. Mit den Akquisitionen von SuccessFactors, Crossgate und datango wird das auf Innovation basierende Wachstum weiter beschleunigt. Die SAP gibt den folgenden Ausblick für das Gesamtjahr 2012: Das Unternehmen erwartet, dass die SSRS-Erlöse (Non-IFRS) für das Geschäftsjahr 2012 wechselkursbereinigt um 10 % bis 12 % steigen werden (2011: 11,35 Mrd. €). Dies beinhaltet einen Beitrag von SuccessFactors von bis zu zwei Prozentpunkten. Darüber hinaus wird damit gerechnet, dass das Betriebsergebnis (Non-IFRS) für 2012, ohne Berücksichtigung der Wechselkurse, in einer Spanne von 5,05 Mrd. € bis 5,25 Mrd. € (2011: 4,71 Mrd. €) liegen wird. Ohne den Beitrag von SuccessFactors soll die Spanne ähnlich sein. Zudem wird davon ausgegangen, dass für das Geschäftsjahr 2012 die effektive Steuerquote (IFRS) 26,5 % bis 27,5 % (2011: 27,8 %) sowie die effektive Steuerquote (Non-IFRS) 27,0 % bis 28,0 % (2011: 26,5 %) betragen wird. Die SAP beginnt das Jubiläumsjahr 2012 mit großer Dynamik. Die Kunden schätzen die innovativen Produkte, die ganz nach ihren Anforderungen gestaltet sind und sich in den laufenden Betrieb integrieren lassen. Unternehmen investieren einen zunehmenden Teil ihres IT-Budgets in SAP-Software. Daher befindet sich die SAP in einer guten Ausgangsposition, um bis 2015 das Umsatzziel von 20 Mrd. € zu übertreffen, eine operative Marge (Non-IFRS) von 35 % zu erzielen und eine Milliarde Anwender zu erreichen.