SAP Das Quartal

Stimmen zum Quartal

„SAP sollte erneut in Versuchung kommen“ (Financial Times Deutschland)

Nachdem die Software AG und Schweizer Banksoftware-Schmiede Tenemos mit ihren Zahlen recht deftig enttäuschten, konnte SAP mit seinen Quartalsergebnissen zeigen, dass die Firmenbudgets für Technologieausgaben noch nicht überall eingezurrt werden. Vor allem die Ankündigung, dass SAP aufgrund gestiegener Visibilität die Ganzjahresprognose anheben könne, ließ die Herzen vieler Technologieanleger höher schlagen. Ganz unriskant ist dies jedoch nicht, schließlich fällt traditionell überproportional viel Geschäft im vierten Quartal an. In diesem Makro-Umfeld darauf zu setzen wirkt gewagt. Die abgelaufenen Zahlen wiederum zeugen nicht nur von einem starken Markt, sondern auch von Marktanteilsgewinnen der Walldorfer. Um 26% gingen die Lizenzeinnahmen nach oben. Währungsbereinigt gar um 35%. Das vergleicht sich mit 19% bei Oracle.

„SAP-Prognosen könnten steigen“ (Barclays Capital*)

Raimo Lenschow, Analyst von Barclays Capital, stuft die Aktie von SAP unverändert mit „overweight“ ein. SAP habe im abgelaufenen Jahr starke Lizenzerlöse erzielt. Niedrigere Erträge im Wartungsgeschäft hätten diese aber zum Teil wieder aufgezehrt. Nichtsdestotrotz seien die Markterwartungen übertroffen worden. Die Prognosen für das Gesamtjahr könnten um 2 bis 4% nach oben revidiert werden. Darüber hinausgehende Erhöhungen seien von optimistischen Äußerungen des Managements im Hinblick auf die Beiträge der neuen HANA-Produkte im zweiten Halbjahr abhängig. Es werde jedoch davon ausgegangen, dass das Management bemüht sei, die Erwartungshaltung des Marktes nicht zu hoch steigen zu lassen. Am Kursziel von 50,60 € werde festgehalten. Vor diesem Hintergrund bestätigen die Analysten von Barclays Capital ihr Votum „overweight“ für die Aktie von SAP.

„SAP wächst stark im Kerngeschäft“ (Morgan Stanley*)

Adam Wood, Analyst von Morgan Stanley, stuft die Aktie von SAP unverändert mit „overweight“ ein und bestätigt das Kursziel von 54,00 €. Bei den Konsenserwartungen könnte es nach dem starken Wachstum der Lizenzerlöse zu Aufwärtsrevisionen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich kommen. Die EPS-Schätzungen seien für 2011 von 2,63 auf 2,66 €, für 2012 von 3,04 auf 3,12 € und für 2013 von 3,50 auf 3,60 € angehoben worden. Die operativen Margen in 2011 und 2012 würden nun bei 33,0% sowie 34,2% gesehen. Ein solides Pipeline-Wachstum für HANA könnte die Prognosen für 2012 zu konservativ erscheinen lassen. Das starke Wachstum im Kerngeschäft, sowie das zusätzliche Potenzial der neuen Produkte, könnten der Aktie eine höhere Bewertung bescheren. Vor diesem Hintergrund bewerten die Analysten von Morgan Stanley die Aktie von SAP weiterhin mit dem Votum „overweight“.

„SAP mit überraschend starker Entwicklung im zweiten Quartal“ (UniCredit*)

Knut Woller und Alexander Rummler, Analysten von UniCredit Research, stufen die Aktie von SAP weiterhin mit „buy“ ein. Die Quartalszahlen von SAP hätten die Konsensschätzung mit einem Lizenzumsatz von 802 Mio. € und einem EBIT von 1,019 Mrd. € um 7% beziehungsweise 5% übertroffen. Darüber hinaus habe das wechselkursbereinigte Wachstum des Lizenzumsatzes von 35% um 19 Prozentpunkte über dem Lizenzwachstum von Oracle gelegen. Die größte Überraschung habe, angesichts der schwachen Entwicklung der Konkurrenz, in der starken Performance der Region Europa, Naher Osten und Afrika bestanden. Die positive Reaktion des Aktienkurses nach Bekanntgabe der Quartalszahlen spiegele in den Augen der UniCredit Research-Analysten die Erwartung steigender Gewinnprognosen wider. Die EPS-Prognose von UniCredit Research für die Jahre 2011 und 2012 werde von 2,73 € auf 2,74 € und von 3,15 € auf 3,16 € angehoben. Daraus ergebe sich für die SAP-Aktie ein KGV von 16,7 bzw. 15,1. Das Kursziel werde von 49,00 € auf 51,00 € erhöht. In Erwägung dieser Fakten lautet das Rating der Analysten von UniCredit Research für das Wertpapier von SAP unverändert „buy“.

* Quelle: aktiencheck.de