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SAP feuert Prozesse an

Der südafrikanische Öl-Konzern Engen hat sich auf die Verarbeitung, den Handel und Export von Erdöl und Erdölbasierten Produkten spezialisiert. Darüber hinaus verfügt Engen über ein Tankstellennetz in 17 Ländern Subsahara Afrikas. Das Unternehmen besteht aus vier Geschäftsbereichen mit höchst unterschiedlichen Anforderungen, die dennoch gemeinschaftlich die Gesamtstrategie verfolgen müssen. Engen-CIO Peter du Plooy schildert die seit 1989 bestehende Verflechtung zwischen Engen, SAP und seinem IT-Team.

Bereits 1989 hat Engen die ersten SAPR/ 2-Module eingeführt und baut die ERP-Basis seither permanent aus. Die jüngsten Erweiterungen betreffen Referenzprozesse für die Finanzplanung und -konsolidierung (SAP BPC), die unternehmensweite Projektplanung (SAP RPM) sowie Business-Intelligence Produkte. Alle dienen dazu, Engens Kerngeschäft zu befeuern – die Verarbeitung von Rohöl in der Raffinerie, den Transport von Öl und Benzin in die Zentrallager, die Auslieferung an die eigenen Tankstellen und den damit verbundenen Abverkauf.

Aus vielen Tankstellen sind inzwischen kleine Gemischtwarenläden geworden. Peter Du Plooy erläutert: „Engen hat es im Grunde mit vier eigenständigen Business-Segmenten zu tun: Produktion, Marketing, Vertrieb und internationales Geschäft. Je nach Marktsituation werden von der IT unterschiedliche Produkte und Services benötigt. Darüber hinaus will Engen in Teilen Afrikas weiter expandieren, wobei es Aufgabe der IT-Abteilung ist, die Voraussetzungen für Zukäufe und Firmenbeteiligungen zu schaffen. Es muss geprüft werden, inwieweit neue IT-Produkte sowie Technologien helfen können und gegebenenfalls auch geliefert werden. Nicht immer ist ein Geschäftsfeld schon bereit für eine neue Anwendung.

Von Know-How profitieren

Die Auswirkung einer Produkteinführung auf Mitarbeiter und Prozesse wird oft unterschätzt. Jede Veränderung muss mit der Unternehmensphilosophie vereinbar sein. Engen sieht sich durchaus als innovative Firma, meidet aber Risiken in bestimmten Bereichen – das muss auch die IT-Abteilung berücksichtigen. In der Vergangenheit war Engen schon einige Male Ramp-Up Kunde für SAP-Produkte, auch wenn nicht alle Anwendungen an seine internen Kunden weitergegeben wurden. Empfehlen sie jedoch eine Lösung, profitiert der gesamte Konzern davon. Es ist eben auch das Know-how von du Plooys Mannschaft, das den Erfolg ausmacht. Auf der einen Seite das tiefgehende Verständnis einzelner Fachbereiche, um deren spezifische Anforderungen umzusetzen – auf der anderen Seite die Fähigkeit, Standards für das gesamte Unternehmen zu entwickeln und zu implementieren.

Finanzplanung treibt Unternehmen

Ein Projekt sorgte jüngst für Aufmerksamkeit – die Priorisierung, Planung und Abwicklung von Finanzinvestitionen. Du Plooy ist davon überzeugt, dass die Finanzplanung ein Unternehmen maßgeblich treibt. Er legt besonderen Wert darauf, dass das SAP-Finanzwesen und die damit verknüpfte Business-Intelligence-Infrastruktur mit der IT verzahnt sind und ständig analysiert werden. Auf Initiative von du Plooy, der das Produkt SAP RPM auf der SAP-Kundenmesse SAPPHIRE kennen und schätzen gelernt hat, nahm sich das globale Planungsbüro der Sache an. Die IT-Abteilung wurde beauftragt die SAP-Lösung zu implementieren, um kapitalintensive Projekte konzernweit steuern zu können. Das ist dem Team mit Bravour in sportlichen zwölf Monaten gelungen.

Den Erfolg schreibt du Plooy auch seiner aus 220 erfahrenen Mitarbeitern bestehenden Kernmannschaft zu. Er erwartet, dass sie Veränderungen annehmen, sich kontinuierlich verbessern und in unterschiedlichen Situationen und Umständen wohl fühlen. Es braucht Zeit, bis eine solche Einstellung in Fleisch und Blut übergeht und in sämtlichen Handlungsfeldern gleichermaßen entfaltet wird. Inzwischen sieht er seine Vorstellung von der IT-Abteilung als agilem Business-Partner verwirklicht. Dennoch fühlt er sich noch nicht am Ziel. Von der SAP erwartet er, dass sie ihr Innovationstempo beibehält und Kunden Produkte anbietet, die einen unmittelbaren Nutzen haben und einen raschen Return on Investment ermöglichen. Dann sieht er seinen Eindruck von der SAPPHIRE bestätigt – dass SAP in der Lage ist, nicht nur über Visionen zu sprechen, sondern auch Produkte zu liefern.