SAP Das Quartal

Das 1. Quartal 2011

Nach dem höchsten Softwareumsatz der Unternehmensgeschichte im vierten Quartal 2010 konnte SAP den positiven Trend der Geschäftsentwicklung zum Jahresbeginn 2011 fortführen und verzeichnet nunmehr fünf Quartale in Folge einen zweistelligen prozentualen Zuwachs bei den Software- und softwarebezogenen Serviceerlösen (SSRS-Erlöse). Zugleich wurde der höchste Cashflow für ein erstes Quartal erzielt.

Operative Marge wächst kontinuierlich

Der Gesamtumsatz ist im ersten Quartal 2011 – sowohl durch den deutlichen Anstieg der Software- als auch der Supporterlöse – währungsbereinigt um 18 % auf 3,0 Mrd. € gestiegen. Der währungsbereinigte Anstieg der operativen Aufwendungen (Non-IFRS) im ersten Quartal 2011 um 17 % ergibt sich im Wesentlichen aus den Aufwendungen durch die Übernahme von Sybase – die im Vergleichszeitraum 2010 nicht enthalten waren – sowie den gestiegenen Personalaufwendungen. Dennoch wurde die Effizienz auch in diesem Quartal weiter verbessert. In Verbindung mit den gestiegenen Umsätzen, konnte die operative Marge (Non-IFRS) um weitere 100 Basispunkte gesteigert werden – währungsbereinigt um 70 Basispunkte auf 25,3 %.

Der Unterschied von IFRS zu Non-IFRS

Die Differenz zwischen den IFRS-Zahlen und den Non-IFRS-Zahlen soll Anleger nicht verunsichern, sondern maßgeblich die Vergleichbarkeit zu den US-Softwarefirmen erhöhen. Daher werden von den IFRS-Zahlen abgegrenzte Supporterlöse, Restrukturierungs- und akquisitionsbedingte Aufwendungen (vor allem für Sybase und BusinessObjects) und nicht fortgeführte Geschäftsaktivitäten (TomorrowNow) abgezogen, um das operative Non-IFRS-Ergebnis zu erhalten – insgesamt 165 Mio. € im ersten Quartal 2011. Damit auch Währungseffekte keinen Einfluss auf das operative Ergebnis und die operative Profitabilität haben, wurden weitere 45 Mio. € abgezogen. Offensichtlich haben einige Marktteilnehmer am Tag der Veröffentlichung verstärkt auf die nicht um Sondereffekte bereinigten IFRS-Zahlen geachtet sowie höhere Umsätze und Ergebnisse erwartet, was den überraschenden Kursverlust begründen könnte.

Innovationen liefern ersten Umsatz

SAP ist gut in das neue Geschäftsjahr gestartet und bestens für das geplante Wachstum aufgestellt. Neben dem Kerngeschäft erfreuen sich auch die Innovationen rund um die In-Memory-Technologie HANA sowie die Mobilitätslösungen mit Sybase weltweit einer hohen Nachfrage und lassen für 2011 jeweils einen Umsatz im dreistelligen Millionenbereich erwarten. Auch die On-Demand-Lösungen finden großen Anklang, so dass beispielsweise für SAP Business ByDesign bereits dieses Jahr mit 1000 Kunden gerechnet wird.

Daher hat der Vorstand die ausgegebene Prognose für 2011 bestätigt. SAP plant wechselkursbereinigt eine Steigerung der SSRS-Erlöse (Non-IFRS) um 10 % bis 14 % sowie einen wechselkursbereinigten Anstieg des Betriebsergebnisses (Non-IFRS) in einer Spanne von 4,45 Mrd. € bis 4,65 Mrd. €. Die operative Marge soll dadurch um 0,5 bis 1,0 Prozentpunkte wachsen.